
Hexenverfolgung
Hexenverfolgungen fanden überwiegend in Mitteleuropa zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert statt. Es gibt aber auch Aufzeichnungen die bestätigen, das zu dieser Zeit kleinere Prozesse auf der ganzen Welt stattgefunden haben. (Bestes Beispiel: Der Hexenprozess von Salem). Als Grund für die Verfolgung durch die Kirche war eine geglaubte Verschwörung gegen das Christentum in Verbindung mit dem Teufel. An dieser stelle merkt man schon wie verrückt diese Vorstellungen zu dieser Zeit waren. Die Kirche bzw. Papst Johannes Paul II. hat sich zum Jahrtausendwechsel Offiziell für Hexenverfolgung und Inquisition entschuldigt, aber meiner Meinung nach gibt es für dieses Verbrechen der Kirche KEINE Entschuldigung.
Einer der berühmtesten Orte in Deutschland an dem sich nach Legenden die Hexen versammelten um Walpurgisnacht (1.Mai) zu feiern ist der Blocksberg, auch Brocken genannt (der höchste Berg in Sachse-Anhalt). Er wird sogar in Goethes "Faust" erwähnt.
Jeder Glaube an irgendeine Form von Religion schränkt unsere Freiheiten ein und dabei sollte jeder Mensch Frei im Glauben sein und sich nicht vom Irrglauben leiten lassen. Bei jedem kleinen Wunder das geschieht vergessen wir das wir selbst diese Wunder vollbracht haben.
Das Wort "Hexe" stammt aus dem Althochdeutschen "Hag" (Zaun) oder "hagazussa" (Zaunreiterin). In dieser Zeit der Hexenverfolgung wurden jedoch nicht nur Frauen auf verschiedene Arten hingerichtet sondern auch Männer, Kinder und sogar Tiere wurden der Hexerei beschuldigt und gehängt. Die Anzahl der Opfer beträgt zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert ca. 200.000, davon 150.00 Frauen 35.000 Männer, 15.000 Kinder (Das jüngste Opfer war ein drei Jähriges Kind das nicht aufhören wollte zu weinen und deshalb am Galgen gehängt wurde) und mehr als 1000 Tiere. (Andere Theorien von sechs Millionen oder sogar seit neuestem neun Millionen halte ich persönlich für Unglaubwürdig) Die meisten Frauen die als Hexenbezeichnet wurden waren Kräuterfrauen die über großes Wissen über Heilkunst/Medizin verfügten sie wurden auch bei Geburten als Hebammen zu Hilfe herbeigerufen.
Sogar in der Bibel verbreitet die Kirche ihren Irrglauben über "Hexen" Ein Satz des alten Testamentes lautet: "Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben" und der Spruch: "Den Zauberer sollst du nicht am Leben lassen" Martin Luther änderte bei seiner Übersetzung diesen Satz um in: "Die Zauberin sollt du nicht am Leben lassen" Hier finden wir auch wieder einen weiteren Widerspruch der Bibel. So steht im 1. Buch Samuel, Absatz 28, Vers 5-25 eine Geschichte des König Saul (Erster König von Israel ca. 1000 v.Chr.) der für seinen Kampf gegen die Philister Rat bei der "Hexe von Endor" (Wahrsagerin und Totenbeschwörerin) sucht.
Die Foltermethoden der Kirche:
Es gab mehrere Foltermethoden, die bekanntesten sind:
- Die Wasserprobe mit kaltem Wasser
- Die Wasserprobe mit kochendem Wasser
- Die Feuerprobe
- Die Bahrprobe
- Die Nadelprobe
und noch andere Folterungen wie z.B. das Abhacken von Füßen, Fingern und Händen. Folter mit Glühenden Eisen, Metallspitzen die in den Körper gebohrt wunden und andere Grausamkeiten die ich hier nicht nennen möchte.
Die Wasserprobe mit kaltem Wasser:
Dem Angeklagten wurden die Hände auf den Buckel gebunden und von einer Brücke aus mit einem Seil in einen Fluss hinab gelassen, sobald der Angeklagte versuchte dem Schicksal zu entfliehen war er Schuldig.
Hier erkennt man wie verrückt diese Methoden waren, es brauchte schon mehr als ein Wunder die Wasserprobe zu überleben.


Die Wasserprobe mit heißem Wasser:
Dies ist die ältere Form der zwei Proben. Der Angeklagte musste einen Stein der auf dem Grund eines Kessels mit Kochendem Wasser liegt mit den bloßen Händen herausholen, wenn er das schaffte war er Unschuldig. Ich gehe davon aus das die Zahl der freigesprochenen Menschen sehr klein ist.
Die Feuerprobe:
Diese gab es schon bei den Germanen und Wikingern. Man musste seine Unschuld beweißen indem man seine Hände eine Zeitlang direkt in die Flamme hielt oder man müsste über Glühende Eisen laufen, auch Glühende Eisen wurden auf die Hand gelegt. Man galt als Unschuldig wenn man dabei Unverletzt oder die Wunde in 3 Tagen verheilt war.
Die Bahrprobe/Blutprobe
Diese wurde eingesetzt um einen Mörder zu Überführen. Der Verurteilte wurde an das Totenbett des Opfers geführt und musste seine Hand auf die Wunde legen und seine Unschuld in einem aufgesetzten Text sprechen. Wenn Blut bei dem Sprechen des Textes aus der Wunde trat galt man als schuldig. Man glaubte in dieser Zeit das die Seele eines Verstorbenen nach seinem Tode im Körper bleiben wird.

Die Nadelprobe:
wurde jemand der hexerei beschuldigt, so suchte man an dem Körper des beschuldigten die Zeichen des Teufels / Hexenmale. Ein auffälliges Muttermal, Narben oder andere Hautunregelmäßigkeiten reichten meist aus um den Schuldigen zu bezichtigen mit dem Teufel in Bündnis zu stehen. Diese Male wurden mit einer Nadel durchstochen. Wenn aus der Stichwunde kein Blut floss, stand diese Person in verbindung mit dem Teufel.

Tierprozesse:
Tierprozesse gab es bis in das 19. Jahrhundert. Angeklagt wurden unter anderem: Kühe, Füchse, Hunde, Katzen und Wölfe. Diese Tiere wurden gehängt oder Verbrannt. In Spanien soll man sogar eine Stier lebendig begraben haben, weil er angeblich eine Seuche ausgelöst hat. In Deutschland (1685) wurde ein Wolf am Galgen erhängt, weil er Tiere des Bauernhofes getötet hatte. In Frankreich wurde eine Katze auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil sie angeblich verhext war und unheil über eine Familie gebracht haben soll, als die Frau plötzlich Krank geworden war.
Eigene Worte:
Ein falscher Glaube kann die Menschen in tiefstes Unheil stürzten.




